Für Ärzte & Kliniken

Gemeinsam für Ihre Patienten

Wir versorgen Patient:innen nach Enukleation, Eviszeration und bei erblindetem oder geschrumpftem Auge mit individuell gefertigten Augenprothesen aus Glas oder Kunststoff.

Bei Fragen stehen wir den behandelnden Ärzt:innen und Kliniken gerne zur Verfügung.

Augenprothese speziell für Kinder

Schritt 1

Sofortversorgung

Wir haben gute Erfahrungen damit gemacht, Patient:innen nach einer Enukleation oder Eviszeration zunächst mit einem Conformer – auch Lochprothese genannt – zu versorgen. Dieser dient während der Heilungsphase als Platzhalter und kann dazu beitragen, die Form der Augenhöhle zu erhalten.

Falls in der Klinik kein Conformer eingesetzt wurde, kann dieser auch in unserem Institut angepasst werden. Bei Bedarf stehen wir für Rückfragen zur postoperativen Versorgung gerne zur Verfügung.

Auswahl an Conformern

Schritt 2

Individuelle Erstversorgung

Nach der Operation benötigt der Patient eine fachärztliche Verordnung der behandelnden Praxis oder Klinik für die erste Augenprothese. Etwa zwei Wochen nach dem Eingriff – wenn ein Großteil der Schwellungen abgeklungen ist – können wir die erste individuell angepasste Prothese anfertigen.

Diese Erstversorgung ist zunächst vorübergehend, da die Augenhöhle erst nach einigen Monaten ihren endgültigen Zustand erreicht.

Kunstauge Herstellung

Schritt 3

Zweitversorgung

Etwa drei Monate nach der Erstversorgung ist die Orbita ausreichend stabil für die endgültige Prothese. Jetzt erfolgt die präzise, individuelle Anpassung — farblich und anatomisch auf das gesunde Auge abgestimmt.

Augenprothese Anprobe
Patientengespräch Routineuntersuchung

Wann sollten Ihre Patienten zur Kontrolle?

Augenprothesen unterliegen einem natürlichen Verschleiß durch Tränenflüssigkeit, Umwelteinflüsse und tägliche Reinigung. Eine regelmäßige Kontrolle schützt vor Entzündungen und sichert den optimalen Sitz. Bitte empfehlen Sie Ihren Patienten eine Vorstellung bei uns, wenn folgende Anzeichen auftreten:

 

  • Sichtbarer Passformverlust durch Gewichts- oder Muskelveränderungen
  • Wiederkehrende Bindehautentzündungen oder verstärkte Sekretion
  • Plombenwanderung oder Veränderungen der Orbita
  • Vor oder nach operativen Folgeeingriffen
  • Altersbedingte Lidfett- oder Gewebsveränderungen

Antworten vorab

Wie sind die empfohlenen Kontrollintervalle?

Erwachsene: alle 12–18 Monate

Kinder & Jugendliche (wachstumsbedingt):

  • bis 2 Jahre: alle 1–4 Monate
  • 2–12 Jahre: alle 3–6 Monate
  • 12–16 Jahre: ca. alle 9 Monate
  • ab 16 Jahre: alle 12 Monate

Wie läuft eine Überweisung ab?

Eine formelle Überweisung ist in der Regel nicht erforderlich — Ihre Patienten können direkt einen Termin bei uns vereinbaren. Hilfreich ist eine kurze Information über den Eingriff (Enukleation, Eviszeration, Art der Plombe) sowie den OP-Zeitpunkt. Bei komplexen Befunden oder besonderen Versorgungswünschen stehen wir Ihnen auch vorab für ein kurzes Fachgespräch zur Verfügung.

Wie schnell nach der Operation kann ich einen Patienten zu Ihnen schicken?

Die individuelle Erstversorgung erfolgt grundsätzlich in Absprache mit dem behandelnden Arzt — frühestens einen Tag, spätestens sechs Wochen nach der Operation. In der unmittelbaren postoperativen Phase versorgen wir mit Lochprothesen oder Conformern, die die Wundheilung unterstützen, die Orbita offen halten und die Medikamentengabe erleichtern. Die definitive Endprothese wird in der Regel ca. drei Monate nach der Erstversorgung angepasst.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Ja — Augenprothesen sind ein anerkanntes Hilfsmittel und werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Voraussetzung ist eine ärztliche Verordnung. Wir übernehmen die Abrechnung direkt mit der Kasse und begleiten Ihre Patienten durch den administrativen Prozess, sodass kein zusätzlicher Aufwand für Ihre Praxis entsteht. Privatversicherte Patienten reichen die Rechnung bei ihrer Versicherung ein.

Was tun bei einem Notfall — Prothese verloren oder beschädigt?

Bei Verlust oder Bruch der Prothese bitten wir darum, uns schnellstmöglich zu kontaktieren. Wir bemühen uns, in solchen Situationen kurzfristig einen Termin zu ermöglichen. Bis zur Neuversorgung kann in vielen Fällen ein provisorischer Conformer eingesetzt werden, um die Orbita zu schützen. Bitte weisen Sie Ihre Patienten darauf hin, dass ein offenstehendes Auge ohne Prothese zu Gewebeveränderungen führen kann, die die spätere Versorgung erschweren.

Welche Prothesentypen kommen zum Einsatz?

Wir passen die Prothesenform individuell an den ophthalmologischen Befund an:

  • Einwandige Schalenprothese — bei geschrumpftem Augapfel und eingeschränktem Platzangebot in der Orbita
  •  Einwandige Spezialprothese — bei erblindeten, noch vorhandenen Augen (Phthisis bulbi)
  •  Doppelwandige Reformprothese — bei tiefliegenden Orbitaimplantaten oder Plomben

Alle Prothesen werden individuell aus Glas oder Kunststoff gefertigt und farblich an das gesunde Auge angepasst.

Was gilt bei der Versorgung von Kindern und Jugendlichen?

Bei Kindern und Jugendlichen sind wachstumsbedingt deutlich kürzere Kontrollintervalle notwendig, um eine optimale orbitale Entwicklung zu gewährleisten. Als Orientierung empfehlen wir:

  • bis 2 Jahre: alle 1–4 Monate
  • 2–12 Jahre: alle 3–6 Monate
  • 12–16 Jahre: ca. alle 9 Monate
  • ab 16 Jahre: alle 12 Monate

Wir empfehlen, pädiatrische Patienten frühzeitig in unser System aufzunehmen und die Eltern über die Bedeutung regelmäßiger Anpassungen zu informieren. Bei Fragen zur spezifischen Versorgung stehen wir gerne im direkten Austausch mit Ihnen.

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Neben unserem Hauptinstitut in Saarbücken sind wir regelmäßig in unseren zwei voll ausgestatteten ständigen Niederlassungen in Ludwigshafen in der Nähe von Mannheim (seit 1953)

In allen Fragen rund um eine epithetische Versorgung ist unser enger Kooperationspartner das Institut Schilling mit Stammsitz in Neubrunn bei Würzburg.

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