Für Ärzte & Kliniken
Gemeinsam für Ihre Patienten
Wir arbeiten eng mit Operateuren, Augenkliniken und niedergelassenen Augenärztinnen und Augenärzten zusammen. Ob postoperative Sofortversorgung, individuelle Erstanpassung oder regelmäßige Kontrolle — wir koordinieren alle Schritte transparent und in Absprache mit Ihnen. So entsteht eine Versorgung, die Ihre Patienten wirklich trägt.

Schritt 1
Sofortversorgung
Unmittelbar nach dem Eingriff versorgen wir mit Lochprothesen oder Conformern. Sie schützen die Orbita, halten den Bindehautsack offen und erleichtern die lokale Medikamentengabe während der Wundheilung.

Schritt 2
Individuelle Erstversorgung
Die erste individuelle Prothese wird stets in Absprache mit dem behandelnden Arzt angepasst — frühestens einen Tag, spätestens sechs Wochen nach der Operation. Wir stimmen Zeitpunkt und Vorgehen eng mit Ihnen ab.

Schritt 3
Zweitversorgung
Etwa drei Monate nach der Erstversorgung ist die Orbita ausreichend stabil für die endgültige Prothese. Jetzt erfolgt die präzise, individuelle Anpassung — farblich und anatomisch auf das gesunde Auge abgestimmt.


Wann sollten Ihre Patienten zur Kontrolle?
Augenprothesen unterliegen einem natürlichen Verschleiß durch Tränenflüssigkeit, Umwelteinflüsse und tägliche Reinigung. Eine regelmäßige Kontrolle schützt vor Entzündungen und sichert den optimalen Sitz. Bitte empfehlen Sie Ihren Patienten eine Vorstellung bei uns, wenn folgende Anzeichen auftreten:
- Sichtbarer Passformverlust durch Gewichts- oder Muskelveränderungen
- Wiederkehrende Bindehautentzündungen oder verstärkte Sekretion
- Plombenwanderung oder Veränderungen der Orbita
- Vor oder nach operativen Folgeeingriffen
- Altersbedingte Lidfett- oder Gewebsveränderungen
Antworten vorab
Wie sind die empfohlenen Kontrollintervalle?
Erwachsene: alle 12–18 Monate
Kinder & Jugendliche (wachstumsbedingt):
- bis 2 Jahre: alle 1–4 Monate
- 2–12 Jahre: alle 3–6 Monate
- 12–16 Jahre: ca. alle 9 Monate
- ab 16 Jahre: alle 12 Monate
Wie läuft eine Überweisung ab?
Eine formelle Überweisung ist in der Regel nicht erforderlich — Ihre Patienten können direkt einen Termin bei uns vereinbaren. Hilfreich ist eine kurze Information über den Eingriff (Enukleation, Eviszeration, Art der Plombe) sowie den OP-Zeitpunkt. Bei komplexen Befunden oder besonderen Versorgungswünschen stehen wir Ihnen auch vorab für ein kurzes Fachgespräch zur Verfügung.
Wie schnell nach der Operation kann ich einen Patienten zu Ihnen schicken?
Die individuelle Erstversorgung erfolgt grundsätzlich in Absprache mit dem behandelnden Arzt — frühestens einen Tag, spätestens sechs Wochen nach der Operation. In der unmittelbaren postoperativen Phase versorgen wir mit Lochprothesen oder Conformern, die die Wundheilung unterstützen, die Orbita offen halten und die Medikamentengabe erleichtern. Die definitive Endprothese wird in der Regel ca. drei Monate nach der Erstversorgung angepasst.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Ja — Augenprothesen sind ein anerkanntes Hilfsmittel und werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Voraussetzung ist eine ärztliche Verordnung. Wir übernehmen die Abrechnung direkt mit der Kasse und begleiten Ihre Patienten durch den administrativen Prozess, sodass kein zusätzlicher Aufwand für Ihre Praxis entsteht. Privatversicherte Patienten reichen die Rechnung bei ihrer Versicherung ein.
Was tun bei einem Notfall — Prothese verloren oder beschädigt?
Bei Verlust oder Bruch der Prothese bitten wir darum, uns schnellstmöglich zu kontaktieren. Wir bemühen uns, in solchen Situationen kurzfristig einen Termin zu ermöglichen. Bis zur Neuversorgung kann in vielen Fällen ein provisorischer Conformer eingesetzt werden, um die Orbita zu schützen. Bitte weisen Sie Ihre Patienten darauf hin, dass ein offenstehendes Auge ohne Prothese zu Gewebeveränderungen führen kann, die die spätere Versorgung erschweren.
Welche Prothesentypen kommen zum Einsatz?
Wir passen die Prothesenform individuell an den ophthalmologischen Befund an:
- Einwandige Schalenprothese — bei geschrumpftem Augapfel und eingeschränktem Platzangebot in der Orbita
- Einwandige Spezialprothese — bei erblindeten, noch vorhandenen Augen (Phthisis bulbi)
- Doppelwandige Reformprothese — bei tiefliegenden Orbitaimplantaten oder Plomben
Alle Prothesen werden individuell aus Glas oder Kunststoff gefertigt und farblich an das gesunde Auge angepasst.
Was gilt bei der Versorgung von Kindern und Jugendlichen?
Bei Kindern und Jugendlichen sind wachstumsbedingt deutlich kürzere Kontrollintervalle notwendig, um eine optimale orbitale Entwicklung zu gewährleisten. Als Orientierung empfehlen wir:
- bis 2 Jahre: alle 1–4 Monate
- 2–12 Jahre: alle 3–6 Monate
- 12–16 Jahre: ca. alle 9 Monate
- ab 16 Jahre: alle 12 Monate
Wir empfehlen, pädiatrische Patienten frühzeitig in unser System aufzunehmen und die Eltern über die Bedeutung regelmäßiger Anpassungen zu informieren. Bei Fragen zur spezifischen Versorgung stehen wir gerne im direkten Austausch mit Ihnen.
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Neben unserem Hauptinstitut in Saarbücken sind wir regelmäßig in unseren zwei voll ausgestatteten ständigen Niederlassungen in Ludwigshafen in der Nähe von Mannheim (seit 1953)
In allen Fragen rund um eine epithetische Versorgung ist unser enger Kooperationspartner das Institut Schilling mit Stammsitz in Neubrunn bei Würzburg.
